Die Kontraindikator-Falle

Dass die Amerikaner (die Deutschen auch) zu wenig Geld ausgeben, wissen wir ja. Dass in den USA die Stimmung der Konsumenten aber inzwischen so schlecht ist, wie zuletzt Anfang der 80er-Jahre ist (seit gestern) neu. Und so sieht’s aus (Quelle: HaverAnalytics):

Der Kontraindikator-Gläubige in mir jubelt. Etwa so: Mensch Blümel, schlimmer kann’s doch gar nicht mehr werden. Jetzt investieren! Eine Riesen-Chance!

Nun bin ich (in Fragen der Börse) aber eher Agnostiker denn Kindlich-Gläubiger oder im anderen Extrem Atheist. Daher ein großes ABER:

Richtig ist, dass das Risiko eines Aktienkaufs auf diesem Niveau relativ niedriger ist als 2006 oder 2007.

In dieser Konstellation aber einen idealen Einstiegszeitpunkt auszumachen ist ein fool’s game.

Wer sich erinnern kann, weiß, dass die Börsen 1980 nur eine Zwischenrally starteten. Erst 1982 begann ein nachhaltiger Aufschwung. Ähnliches gilt für das Stimmungstief Anfang der 90er. Und dem Tief 2001 folgte die Rally erst im März 2003.

Geduld, Geduld …

“Perception is strong and sight weak. In strategy it is important to see distant things as if they were close and to take a distanced view of close things.” Miyamoto Musashi

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