20 Jahre Pech
Im „Wall Street Journal“ gibt es eine Grafik mit dem dramatischen Titel Lost Decades zu bestaunen. Die simple Aussage: Seit Anfang 1999 hat man mit (amerikanischen) Aktien kein Geld verdient. Dazu bringt das WSJ den Vergleich mit zwei Phasen in der Vergangenheit, die ebenfalls keine Gewinne brachten und – jetzt das eigentlich dramatische – 13 respektive 16 Jahre dauerten (bitte anklicken, wenn die Sehstärke für die abgebildete Größe nicht reicht).
Ist das wirklich so dramatisch? Immerhin geht es in allen drei Zeitabschnitten ordentlich volatil zu. Aktive Anleger konnten also durchaus gute Gewinne machen.
Allerdings habe ich noch einen zweiten Chart (Dow Jones) gefunden (Thanks Barry!), der zwar nicht ganz aktuell ist (Stand 2005), dafür lang (seit 1900) und ähnlich mehr oder minder dramatisch (bitte anklicken wenn … ).
Hier sind die Zeiten der Stagnation gar bis zu 20 Jahre lang. Grün (rauf) und rot (seitwärts) wechseln sich dabei schön ab. Das muss kein Automatismus sein, und die aktuell noch kurze rote Phase muss nicht zwangsläufig auf 20 Jahre anwachsen (wann wiederholt sich bitteschön Geschichte?), aber es könnte der Fall sein.
Also: Be prepared. Wer sich endlich einmal aktiv um sein Depot kümmern wollte, dürfte damit jetzt nicht schlecht liegen. Habe ich schon meine Cash-Quote erwähnt?










