Gier nach Öl

Wenn Öl schon so teuer ist, sollten wir doch eigentlich wissen, wofür 100 Dollar pro Fass hingeblättert werden?!

Facts für den Smalltalk:

Öl ist nicht gleich Öl, es gibt mehr als 30 Rohölsorten. Die weltweite Nachfrage konzentriert sich aber auf die schwefelarmen leichten Öle (Light Sweet Crude Oil). Dazu gehören Brent und WTI (West Texas Intermediate). Aus leichten Rohölen lassen sich in den Raffinerien überdurchschnittlich hohe Benzinanteile gewinnen.

Weniger gefragt und deshalb deutlich billiger sind die schweren Rohöle. Dazu gehört etwa die Sorte Maya (Mexiko). Auch aus dem schweren Öl können Treibstoffe gewonnen werden, allerdings zu deutlich höheren Verarbeitungskosten.

Wegen der vielen unterschiedlichen Arten und Qualitäten von Rohöl haben sich die Marktteilnehmer auf den Handel mit einigen wenigen lokalen Referenz-Rohölen geeinigt. An der Warenterminbörse IPE in London wird die Nordseesorte Brent gehandelt, an der Nymex in New York die US-Referenzsorte WTI und in Singapur die asiatische Referenzmarke Tapis.

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) gibt ebenfalls eine eigene Referenzzahl bekannt, den so genannten Korbpreis. Dabei wird der durchschnittliche Wert von sieben Rohölsorten berechnet: Saharan Blend (Algerien), Minas (Indonesien), Bonny Light (Nigeria), Arab Light (Saudi-Arabien), Dubai (Vereinigte Arabische Emirate), Tia Juana Light (Venezuela) und Isthmus (Mexiko).

Jetzt sind wir schlauer.

Und wie es mit dem Ölpreis weitergeht, verrät die Kollegin Szola in Ihrer heutigen charttechnischen Analyse.

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