Keine Rally ohne Banken
„Underperform“, sagt Credit Suisse.
„Verkaufen“, meint die Norddeutsche Landesbank.
„Sell“, empfiehlt die Société Générale.
„Sell“, die Citigroup.
„Halten“, meint immerhin Equinet Institutional.
Und – hoppla – von der Commerzbank kommt ein „Kaufen“!
Gemeint ist die Deutsche Bank.
Und die scheint es trotz negativer Analystenmeinungen geschafft zu haben: Während andere Banken im Strudel der US-Hypothekenkrise 2007 fast untergingen, fuhr sie einen Rekordgewinn ein.
Vorstandschef Josef Ackermann: „2007 war wieder ein Spitzenjahr für uns.“ Neue Abschreibungen auf US-Hypotheken kamen im vierten Quartal nicht hinzu – wie bereits vor Monaten von Ackerman versprochen.
Anders als die Schweizer Großbank UBS und einige große US-Investmentbanken hat die Deutsche Bank die weltweite Finanzkrise damit vergleichsweise gut überstanden. Die Abschreibungen im Zusammenhang mit faulen US-Hypotheken summieren sich bei dem Institut auf lediglich 2,3 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Bei der US-Großbank Citigroup werden die Abschreibungen allein fürs vierte Quartal auf rund 17 Milliarden US-Dollar geschätzt. Bei Merrill Lynch werden gut elf Milliarden erwartet.
Wermutstropfen: Im traditionell stärksten Geschäftsbereich, dem Investmentbanking, musste die Bank herbe Einbußen hinnehmen.
Und wie soll es weitergehen?
Ackermann bekräftigt die „Vision“ eines Vorsteuergewinns von 8,4 Milliarden Euro. Zugleich verwies er aber auch auf „weiter herausfordernden Marktbedingungen“. Diese Einschränkung erinnert an seine Bemerkung aus dem Oktober, als er von ehrgeizigen Gewinnzielen sprach unter der Prämisse „normal funktionierender Märkte“.
Die Anleger jedenfalls reagieren positiv und strafen die Analysten (zumindest heute) Lügen. Die Aktie der Deutschen Bank steigt. gegen den allgemeinen Trend.
Wie war doch gleich die alte Börsianerweisheit: „Keine Rally ohne Banken“. Schwindet da etwa schon meine Skepsis? Nein, noch nicht …









Am 8. Februar 2008 um 10:25 Uhr
im Moment steigt DB (und der Dax)