Noch vier Mal schlafen …
… und China verteilt weiter „Geschenke“ in den USA. Dieses Mal bekommt Morgan Stanley einen Scheck über fünf Milliarden Dollar von der China Investment Corp, die im Gegenzug eine zehnprozentige Beteiligung an Stanley erhält.
25 Milliarden Dollar sind damit inzwischen schon aus nah- und fernöstlichen Taschen Richtung Wall Street geflossen. Nach Europa weitere Milliarden. Beschert wurden: Morgan Stanley, Citigroup, UBS, Bear Stearns, Blackstone. Wen habe ich vergessen?
Das Geld ist höchst willkommen. Wer soll die Banken retten, wenn nicht externe Investoren?
2006 noch war das anders: Als DP World aus Dubai amerikanische Häfen kaufen wollte, schaltete sich der US-Kongress ein, um die „feindlichen Attacken“ abzuwehren. Wie sich die Zeiten ändern. Die selben Leute klatschen jetzt Beifall.
Auch die Wissenschaft ist zufrieden. Wirtschafts-Nobelpreisträger Robert Engle: „Anleger aus der arabischen Welt steigen weltweit in Banken ein. Das stützt die Kurse.“ Also jetzt einsteigen? Es juckt in den Fingern. Engle jedoch ist skeptisch: „Das wäre mir zu unsicher. Kein Mensch weiß, wie viel Geld sie noch verlieren werden.“
Die beste Grafik zum Thema Banken- und Subprime-Desaster liefert die „New York Times“ (zum Vergrößern bitte anklicken). Den besten und unflätigsten Kommentar steuert Internet-Kolumnist Barry Ritholtz bei: „As I have said before, to err is Human, but it requires an MBA to really fuck up.“
Der Weihnachtsgruß des Tages kommt von der PR-Agentur fischerAppelt (da wird sogar der Huber-Ringelnatz von gestern getoppt): Es käme auf die Geste an, steht da. Dazu gehört ein „Halt mich Fest“-Poster in Lebensgröße mit Aussparung für Redakteurs-Kopf und -Hände. Praktisch: Zusammenfaltbar und leicht transportabel (Wer es wirklich größer sehen will, muss das Foto anklicken).
Und sonst? Links zum Selberstaunen!
Entfällt heute. Das Poster muss genügen …









Am 20. Dezember 2007 um 14:13 Uhr
Barclays, Standard Bank fehlen in der Auflistung.
Tolles Geschenk. Bei mir gibt es immer nur Wein zu Weihnachten…
Am 21. Dezember 2007 um 15:01 Uhr
Nachtrag:
Die staatliche Anlagegesellschaft Temasek Holdings aus Singapur soll nach Berichten des “Wall Street Journals” bis zu 5 Mrd. $ (3,5 Mrd. Euro) in die US-Bank pumpen. Über die genaue Höhe der Finanzspritze müsse noch verhandelt werden, doch die Gespräche befänden sich in einem fortgeschrittenen Stadium. Der Temasek-Verwaltungsrat habe dem Geschäft bereits seine vorläufige Zustimmung erteilt.