Die große Verschwörung

Die Verschwörungstheoretiker sind wieder mal unterwegs. Ziel: Goldman Sachs. These: Während Goldman Sachs einerseits Subprime-Papiere an Anleger verkaufte, setzte sie gleichzeitig „short“ auf Kursverluste dieser Anleihen (einen ähnlichen Vorwurf muss sich die Deutsche Bank im Zusammenhang mit der IKB-Krise gefallen lassen).

Macht Spaß, so eine Theorie. Zumal sie durch die Person Hank Paulson eine besonders pikante Note bekommt. Der jetzige US-Finanzminister war Chef von Goldman Sachs, als dort doppelt an den Subprimes verdient wurde. Und jetzt bastelt er an einem Rettungsplan für überschuldete US-Häuslebauer. Very nice!

Die amerikanischen Zeitungen springen da natürlich auf. Lesen Sie mal „The Long and Short of It at Goldman Sachs” in der „New York Times“.

Macht Spaß. Ist aber Blödsinn. Oder wollen wir den Goldman-Leuten ernsthaft ankreiden, dass sie die eigene Risikovorsorge Ernst genommen haben?! Die Deutsche Bank hat laut Ackermann-Aussagen ihre Positionen auch abgesichert. Also: Glückwunsch die Herren.

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