Die Weltbank irrt!
Die Weltbank ist eine verdammenswerte, am Gängelband der USA hängende Organisation, mit falschen oder gar gefälschten Befunden. Findet Attac. Finde ich nicht. Klar macht sie Fehler. Aber nicht im Sinne der Globalisierungskritiker. Die Weltbank musste sich beispielsweise gestern bei einer Wachstumsprognose korrigieren. Und das nicht zum ersten Mal. Und nicht zum ersten Mal nach oben. Und nicht zum ersten Mal beim Wirtschaftswachstum Asiens. Das Bruttoinlandsprodukt Ostasiens soll in diesem Jahr nämlich um 8,4 Prozent steigen – zuvor war die Weltbank von 7,3 Prozent ausgegangen. Mehr Wohlstand für die Region, meine lieben Freunde von Attac!
„Schuld“ daran ist das beschleunigte Wachstums Chinas im ersten Halbjahr. Denn die steigende Nachfrage aus China wird das Wachstum der übrigen Schwellenländer Asiens weiter ankurbeln, so die Weltbank. Trotz der Besorgnis über die Auswirkungen der US-Subprime-Krise und hoher Ölpreise.
Und so sieht das Wachstum der Länder konkret aus (zum Vergrößern der Tabelle bitte anklicken, die komplette neunseitige Analyse können Sie hier herunterladen.)
Decoupling heißt das Phänomen. Vor einem Jahr haben wir schon darüber geschrieben. „Start zum großen Grenzverkehr“ hieß die Story (hier zum Nachlesen und hier die Grafik zu den Handelsströmen zwischen den asiatischen Ländern). Keith Wade, Chefökonom der Fondsgesellschaft Schroders gibt uns mit der Decoupling-These Recht. Heute morgen kam sein „Monthly Global Economy Outlook“ frisch auf den Tisch, und er schreibt: „ … there is, indeed, increased evidence to support the theory that the US is decoupling from global growth – the old adage about the rest of the world catching a cold no longer seems to hold true …“
Und sonst? Links zum Selberstaunen!
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