Öl vor dem Fall
Weil mir der gekoppelte Mr. Wang HongZhang, Chief Disciplinary Officer der People’s Bank of China (PBC) bisher nicht antworten will, wende ich mich einem anderen Thema zu: Öl. Der zur heiligen und aufsteigenden Dreifaltigkeit (Gold, Euro, Öl) gehörende Rohstoff wird – so ist es ausgemacht - dieser Tage über 100 Dollar steigen.
Tja und dann? 150 Dollar? 200 Dollar?
Ich wage mich mal vor (und bin damit durchaus nicht allein): nächstes Ziel sind 80 Dollar. Öl wird wieder fallen.
Die vermeintlichen Gründe für den Anstieg sind ja immer dieselben: schlechtes Wetter in der Nordsee, Gewalt im Nahen Osten, der fallende Dollar, niedrige US-Vorräte. Aber da wäre auch noch der Preistreiber Spekulation. Laut Energy Hedge Fund Center (EFHC) investieren derzeit 600 Hedgefonds in Öl-Kontrakte – drei Mal so viele wie vor drei Jahren. Und an der New York Mercantile Exchange werden so viele Kontrakte gehandelt, wie selten zuvor. Das Problem mit Spekulanten: Sie sind schnell drin in einem Markt und noch viel schneller wieder raus.
Aber warum gerade bei 100 Dollar? Das mag psychologische Gründe haben, heißt es bei EHFC, wichtiger aber sei der Fakt, dass es nach einem derart steilen Anstieg (40 Prozent) in der Vergangenheit immer zu einer Korrektur von mindestens 20 Prozent kam.
Und Gründe wird man auch dafür wieder finden: ein unerwartet milder Winter, weniger Unruhen in Nahost, gut gefüllte US-Läger. Das kennt man ja …








