Die Öl-Bürde

Veronique Riches-Flores hat einen schönen Begriff geprägt: die Öl-Bürde. Der soll klären, wie teuer der Schmierstoff werden darf, ohne dass die Volkswirtschaften Schaden nehmen. Die Dame von der Société Générale multipliziert dafür den Ölverbrauch mit dem durchschnittlichen Preis und teilt das Ergebnis durch das Sozialprodukt. Ergebnis der Rechnerei: Am Ende des zweiten Quartals 2007 war Öl so gerechnet weit billiger als vor einem Jahr – trotz höherem absoluten Preis, und etwa genauso billig wie 2005.

Das klingt gut. Soweit. Allerdings könnte die Welt ein Problem bekommen, wenn der Ölpreis auf dem aktuellen Niveau verharrt, oder gar Richtung 100 Dollar klettert. Ganz einfach, weil die Weltwirtschaftsleistung beginnt, sich abzuschwächen. Die Ölbürde kletterte dann auf das höchste Niveau seit zehn Jahren. Bad news. Und so sieht der 3-Jahreschart beim Öl aus:

Öl 3 Jahre

Auch Warren Buffett warnt. Mit Frau Quick ist er bekanntlich nach Korea gereist, um inzwischen in China zu landen und zu konstatieren: „Vorsicht vor dem chinesischen Aktienmarkt. Zu teuer.“ Und er kauft ja nie teuer, er hasst teuer, und wir auch.

Und sonst? Nur 17 Prozent der deutschen Arbeitnehmer sind in ihrem Job hoch engagiert. Kein Wunder, kann ja auch nicht jeder mit Frau Quick nach Asien!

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