Unbedingt!

Hab ich’s jetzt verschrien? Kaum berichtet man – in einem Nebensatz – von Eventualitäten, die den Ölpreis über 100 Dollar befördern könnten, machen andere eine dicken Sache daraus. Schauen Sie mal hier bei der „Business Week“: „Next Stop: $100 Oil?“ So krude die Grammatik der Headline, so gut der Inhalt. Unbedingt lesen!

Es gibt ja die Faustformel, dass jeder weitere Dollar, den das Barrel Öl mehr kostet, eins zu eins in die Gewinnrechnungen der Multis wandert. Schon einen Energiefonds im Depot?

Gestern habe ich geschrieben, dass Citic bei Bear Stearns einsteigen will. Und dass dies wohl undenkbar wäre, wenn Bear Stearns ein deutsches Unternehmen wäre, der Deutsche schottet sich schließlich gerne ab. Ein Thema, das heute auch Martin Wolf von der „Financial Times“ aufgreift: „We are living in a brave new world of state capitalism.“

Wolf liefert eine schöne Statistik, die zeigt, dass UBS, Barclays GL, Allianz Group, State Street Global, Fidelity Investments, Axa Group und Capital Group jeweils doppelt bis drei Mal so viel Geld verwalten als der größte Staatsfonds Adia aus Abu Dhabi. Ach ja: und Pensionsfonds wie Calpers und Japan Government Pension liegen ungefähr auf dem gleichen Level wie die gebrandmarkten Staatsfonds.

So, what’s all that noise? Daher Berlin: Unbedingt mal nachdenken!

Und sonst? So kann man Alan Greenspan auch sehen: Der Bubble Man. Unbedingt anschauen! Das hat Swing …

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