Tür zu!

Feinheiten gilt es noch zu regeln, aber der Kern ist klar: Die Europäische Union wird den heimischen Energiesektor vor nichteuropäischen Käufern abschotten. Vor allem Investoren aus Russland und Saudi-Arabien sollen draußen bleiben.

Mit der Idee des freien Welthandels hat das so gar nichts mehr zu tun. Aber vielleicht ist der ohnehin nur eine Utopie – so wie sich die Protagonisten aufführen.

Die EU spricht von der „Reciprocity Clause“, vom Grundsatz der Gegenseitigkeit. Übersetzt heißt das: wie du mir, so ich dir. Das kennen wir aus dem Kindergarten. In der Politik geht das dann so: Machst du böser Russe mir das Investorenleben in deinem Land schwer, dann mach’ ich das in meinem Land eben mit deinen Investoren. Und der Russe macht es uns schwer, drängt schon mal West-Unternehmen unter fadenscheinigen Begründungen aus dem Land. Also Restriktionen hier, Restriktionen da. Das ist anstrengend!

Aber vielleicht ist das Argument der „bösen Investoren“ auch nur vorgeschoben. Ich glaube ja, die EU hat sich von einem nackten Oberkörper einschüchtern lassen …

Putin

(Nicht erkannt? Das ist Russlands Präsident Putin.)

Jedenfalls ist der EU-Entscheid ein Dämpfer für die Expansionsstrategien russischer Firmen vom Schlag einer Gasprom. Und vermutlich ein Dämpfer für die Börsenentwicklung eben jener russischen Energie- und Rohstoffunternehmen. Da lassen wir lieber mal unsere Anlegerfinger von.

Und sonst? Steigende Preise machen erfinderisch. Weil Getreidefrachter ihre Ware inzwischen zu sündhaft teuren 50 bis 70 Dollar pro Tonne über die Ozeane schippern, lassen sich Inder, Koreaner und Chinesen ihre Körner statt in den Bäuchen der Spezialfrachter in ganz normalen Containern liefern. Das kostet nur 35 bis 40 Dollar pro Tonne. Nachteil: Man braucht 3500 Container, um die Größe eines Getreidefrachter-Laderaums zu ersetzen.

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