Hoffnung Teil 2
Schon einmal stand „Hoffnung“ im Blog-Titel. Am 17. August war das. Damals hievte die britische Boulevardpresse den Börsencrash auf die Titelseite. Jetzt also wieder Hoffnung. Nicht weil inwischen „Bild“ oder andere deutsche Blätter mit großen Buchstaben nachgezogen hätten, sondern weil die sogenannten Insider derart viele Aktien ihrer eigenen Unternehmen kaufen wie selten zuvor. Das Erstaunliche (oder doch Konsequente?): Banken und Versicherungen liegen dabei ganz weit vorn.
Ausgemacht haben es die Kollegen von der „Financial Times“ mit Hilfe von Bloomberg-Daten. Ich will es Ihnen nicht vorenthalten: die US-Banker und Versicherungsheinis (S&P-500-Unternehmen) kauften im August so viel wie zuletzt vor zwölf Jahren. Verkäufe wiederum fielen auf das niedrigste Level seit 2003.
Ähnlich in Europa: Merrill Lynch fand hier heraus, dass am Finanzplatz London in den vergangenen drei Wochen auf zehn Insider-Käufe gerade einmal ein Insider-Verkauf kam.
„Hatten wir doch auch schon“, blökt mein zynischer Kollege. Er hat Recht - die Insiderkäufe sind Teil der Titelstory der „€uro am Sonntag“, Heft 34.
Das gefällt mir. Und schon muss ich wieder an die Deutsche Bank denken und über den eindrucksvollen Chart-Verlauf sinnieren …

Und sonst? Am 17. September kommen Alan Greenspans Memoiren in den USA in die Läden. The Age of Turbulence: Adventures in a New World. Gutes Timing Alan!
Und sonst noch? Meine Tochter wird in zwei Wochen eingeschult. Klein-Leonie genießt also gerade ihre Ferien und scheint schon für die 1. Klasse zu üben: Auf den Straßen zählt sie Mercedes-Limousinen (ausschließlich Mercedes!), und in der U-Bahn führt sie Statistiken und kam zum Schluss, dass mehr Frauen als Männer die Bahn nutzen, mehr Lesende zu sehen sind als Musikhörer, weniger Brillen- als Ohrring-Träger, und dass die Zahl der Kinder und Hutträger identisch ist. Was soll ich davon halten? Daimler-Aktien kaufen? Fielmann?








