Die Geldabwurfmaschine
Eines ist ja schon erstaunlich. Egal ob bei den Nachrichten im TV oder in Artikeln diverser Tagesblätter, es beschleicht einen oft das Gefühl, die Notenbanken dieser Welt ließen dieser Tage Geld auf unsere Häupter regnen. Auch mancher Cartoonist fühlt sich berufen, das ganze zu illustrieren, etwa mit einem Helikopter. Andere Spaßvögel basteln sich Bernanke-Actionhelden.
Das hat was. Aber es geht an der Realität vorbei.
200 Milliarden Dollar wurden von der europäischen, der amerikanischen und der japanischen Notenbank in den vergangenen Tagen als sogenannte Schnelltender zur Verfügung gestellt. Es wurde geliehen. Nicht geschenkt. Auch wenn das manche glauben. Es kamen auch nicht Krethi und Plethi in den Genuss der Kredite, sondern ein enger Kreis zugelassener Geschäftsbanken. Und wer glaubt, dass die Zentralbanker keine Sicherheiten einfordern … Bitte! Auf welchem Planeten leben wir denn?
Um es also ganz deutlich zu machen: Nix Helikopter. Nix geschenkt. Die Notenbanken wollen das Geld wiederhaben. Sie werden es dem Kreislauf wieder entziehen. Oder sind bereits dabei. Letztlich tun sie also lediglich das, wozu sie verpflichtet sind. Oder wie sagt mein zynischer Kollege: „Einspringen, wenn die Banken kein Geld auf den Tisch schmeißen“
Und sonst? Die Ginko Financial Bank ist pleite, die größte virtuelle Bank in der Online-Welt „Second Life“ (damit das niemand missversteht, dort tummelt sich kein Blümel-Avatar). Das sind echte Sorgen: Denn die von der Ginko-Bank verwalteten 189 Millionen Linden-Dollar entsprechen 700 000 echten Dollars. Und die sind jetzt weg.









Am 15. August 2007 um 10:47 Uhr
Stimmt. Die Die Notenbanken sammeln das Geld wieder ein