Quatsch aus dem Puff
„Der Kongress ist der einzige Puff in Amerika, der kein Geld verdient“, mault der amerikanische Ökonom John Rutledge. Das hat doch was! „Dirty John“ ist offensichtlich vergrätzt. Grund: Der Bankenausschuss des US-Senats verabschiedete einen Gesetzentwurf zum „China-Bashing“ – so der O-Ton des Herren Rutledge.
Nun ist Rutledge kein dahergelaufener Flegel, sondern ein gestandener Wirtschaftsexperte. Er zürnt nicht ohne Grund, denn die USA planen höchst Erstaunliches für eine sich „frei“ nennende Nation: Das oben genannte Gesetz soll nämlich weitreichende interventionistische und protektionistische Maßnahmen gegen den Handelspartner China ermöglichen.
„Quatsch aus dem Puff“, mault Rutledge. Und ist mit dieser Meinung nicht allein (wobei es vermutlich nicht jeder so drastisch formulieren würde). Gestern jedenfalls veröffentlichte der „Club for Growth“ eine Petiton mit 1028 Unterschriften der wichtigsten amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler, die sich gegen protektionistische Maßnahmen wendet.
Washington will aber offensichtlich nicht hören! Demokraten nicht und Republikaber ebenfalls nicht. Es ist Wahlkampf, und populistisches Getöse bringt Stimmen.
Aber zu welchen Kosten?
Larry Kudlow – ein ebenfalls gestandener Ökonom (fast täglich mit dezidierten Meinungen zu bewundern bei CNBC) zieht Parallelen zur Weltwirtschaftskrise in den 30ern (man beachte auch die folgende Zahl):
Seventy-seven years ago, economists from both sides of the political aisle warned President Hoover not to sign the Smoot-Hawley protectionist trade bill – 1028 economists to be exact. Hoover didn’t listen. He signed it and the Great Depression ensued.
Weltwirtschaftskrise … So schlimm muss es jetzt natürlich nicht kommen. Etwas politische Vernunft vorausgesetzt!








