Übernahmen

Die Zeiten als in Unternehmenskreisen „Hochzeiten im Himmel“ geschlossen wurden, sind ja seit Daimlers Ausrutscher mit Chrysler und der in diesem Jahr erfolgten Scheidung vorbei. Dennoch ist der Wille, sich zu binden weiterhin stark. Die koreanische Doosan (früher hießen die mal Daewoo Heavy Industries & Machinery) übernimmt jetzt Teile des amerikanischen Konglomerats Ingersoll Rand.

Mit dabei in der Aussteuer ist beispielsweise Bobcat – tolles Spielzeug für große Jungs.

Zwei Dinge sind daran bemerkenswert: Zum einen zahlt Doosan bar auf die Kralle – und zwar stattliche 3,5 Miliarden Euro. Und zum anderen haben wir es mit einer internationalen Verflechtung zu tun.

Am Freitag habe ich ja noch gewitzelt, dass künftige Unternehmens-Ehen eben cash über die Bühne gehen, sollte bei den Private-Equity-Läden die Liquidität knapp werden. Doosan will mich wohl beim Wort nehmen. Blümel staunt, bewegt er jetzt schon die internationalen Kapitalmärkte?

Ach was! Wir sollten nur bedenken, dass es neben negativer Studien zum Thema M&A und Liquidität (etwa von KPMG), auch positive gibt: etwa von AT Kearney, die vor allem eine Zunahme der grenzüberschreitenden Deals beobachten („Crossboarder“ nennen das die Experten).

Wem nun glauben? Beiden würde ich sagen. Die KPMG-Studie lässt sich auch positiv interpretieren: sie gehen schließlich ausdrücklich von einer „langsamen“ Abnahme der M&A-Deals aus. Die Gleichung ist daher einfach: der Kurstreiber Fusionen wird nicht hopplahopp und über Nacht und zur Gänze verschwinden.

Darum bin ich gar nicht wankelmütig und bleibe bei meiner Meinung vom Freitag (auch wenn es sich wie beschrieben um gefährliches Terrain handelt): investiert bleiben!

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