Energiekrise
Meine Schwiegermutter in spe fährt ein neues Auto. Einen Seat Altea. Der braucht so seine acht Liter auf hundert sauerländische Berg- und Kurvenkilometer. Ihr (sehr) alter Audi 80 war da wesentlich durstiger. „Martin, das läppert sich, Super wird bald 1,50 Euro kosten“, klärt sie mich auf. Sie hat vermutlich recht.
Benzin wird teurer, weil Rohöl teurer wird. Knapp 76 Dollar kostet das 159-Liter-Fass inzwischen. Zum Rekord von 79 Dollar ist es da nicht mehr weit. Der banale Grund: Hohe Nachfrage, knappes Angebot.
Dieses Missverhältniss bleibt ein solches und dürfte sich gar verschlimmern. So sehr, dass die Internationale Energieagentur (IEA) schon von einer „Krise“ spricht! Hoppla, diese Organisation neigt zwar zu markigen Sprüchen, doch so deutlich sind sie selten!
Das Kardinalproblem ist die Abhängigkeit vom Nahen Osten. Die Öl-Versorgung durch Mexiko, Kanada oder durch Nordsee-Öl wird weniger, während neue Projekte – wie etwa in Russland – nur langsam vorankommen. Gleichzeitig scheint der Ausbau regenerativer Energiequellen nicht schnell genug zu erfolgen, um die Lücken zu füllen.
Was bleibt? Sollte die Opec nicht ihre Förderquote erhöhen oder die Öl-Nachfrage nicht sinken, wird sich das schwarze Gold weiter verteuern. Mal ganz davon abgesehen, dass die Öl-Vorräte auf dem Globus naturgemäß in letzter Konsequenz endlich sind (sehen Sie sich dazu mal folgenden Film an, unter anderem mit dem Energie-Insider Matt Simmons).
Und sonst? Atomkraft und Kohle werden in unserer Energie-hungrigen Welt weiter eine wichtige Rolle spielen – ganz egal ob wir das wollen oder nicht. Und weil das so ist, lassen wir uns über die Vorteile nuklearer Energie von den Simpsons aufklären … um dann in einen guten Energiefonds zu investieren.









Am 10. Juli 2007 um 14:08 Uhr
Sehr gut! Haha! Ich möchte da etwas beisteuern.
Zum Öl passt das ganz gut. Hier ist der Link
http://www.youtube.com/watch?v=tlGIuHVvS8o
Am 10. Juli 2007 um 14:25 Uhr
Bei 1,50 für den Liter wird es aber nicht bleiben. Daß das Öl knapp wird, ist eine wohlmeinende Untertreibung. Die maximale Fördermenge ist wahrscheinlich erreicht, wenn nicht heute, dann im nächsten Jahr. Der weltweite Bedarf steigt derzeit mit 1,5 bis 2 % p.a.
Mein lieber Herr Blümel, Sie haben da ein Faß aufgemacht, da hilft Ihnen ein guter Energiefonds auch nicht. Dann schon lieber Rüstungsaktien, denn wenn China seinen Anspruch auf Zugang zum Öl mit Gewalt durchsetzen will, dann kracht’s.
Gruß,
Rick
Am 10. Juli 2007 um 15:26 Uhr
Hallo Herr Martens,
ja, ein gewaltiges Fass!
Die IEA spricht sogar von 2,2 Prozent Steigerung p.a. beim weltweiten Bedarf …
Matt Simmons geht auch davon aus, dass nicht mehr viel Luft nach oben ist.
Am 10. Juli 2007 um 17:54 Uhr
Ist der Simmons wirklich ernst zu nehmen. Der redet ja von 300 $ für ein Fass!
Am 11. Juli 2007 um 11:04 Uhr
Ich denke, Simmons liegt nicht weit daneben, ehrlich. Leute, schaut Euch die . Zahlen an.
1. Die Fördermengen stagnieren.
2. Die Qualität des geförderten Rohöls sinkt kontinuierlich, dadurch steigen die Kosten für die Weiterverarbeitung.
3. Es werden immer weniger, immer kleinere neue Felder gefunden, deren Explorationskosten immer höher liegen.
4. Die bekannten Ölfelder inkl. Saudi-Arabien haben mehrheitlich ihr Maximum überschritten.
5. China und Indien haben gerade erst ANGEFANGEN, Öl zu verbrauchen.
6. Es gibt KEINEN Ersatz für Öl, kein Biodiesel, Alkohol oder Wasserstoff kann Erdöl als Energieträger erstetzen. Flugzeuge fliegen nicht mit Brennstoffzellen oder Solarpaleelen. Punkt.
Selbst wenn die weltweiten Reserven noch vierzig Jahre lang ausgebeutet werden können, die Nachfrage steigt, das Angebot ist begrenzt. Da muß ich doch kein Nationalökonom sein um vorauszusagen, dass 300$ pro Barrel nur eine Marke ist. Vielleicht nicht im nächsten Jahr. Vielleicht erst in drei Jahren. Aber das ist ein Gesetz des Marktes.
Ihr seid dran.
Rick
Am 11. Juli 2007 um 11:35 Uhr
Obs krachen wird oder nicht kann niemand genau sagen !
Fakt ist die Wirtschaft bei uns blüht, die Leute verdienen
Geld geben es aus – Autos, Reisen, Konsum….
90 Prozent der Leute macht sich leider nullkommanix daraus
woher die Energie ihres Egoistischen Lebensstils kommt.
Wird schon gut gehen, Öl wird es immer geben, alles nicht so
Schlimm…
Wie sehr die Welt am verdammten Öltropf hängt übersteigt
Meiner Meinung nach unsere Vorstellungskraft und ein plötzliches
Ausbleiben von Rohöllieferungen ist in greifbarer (2, 5, 7 Jahre) Nähe.
Der Benzinpreis ist dann das kleinste Problem der immer alleine
im Auto fahrenden, bequemen, und vom Energieüberfluss verwöhnten Spezies Mensch.
Wieviele Leute wissen das Erdöl auch in Kleidung, Plastik, Dämmmaterialien, Arzneiprodukte blablabla vorkommt.
Die Politik schläft Weltweit (zumindest erscheint es mir so) andererseits ich will nicht wissen wie sehr die Telefonleitungen zwischen Energiespezialisten, OPEC und den obersten der Wirtschaftsmächte heisslaufen
Und es stimmt China hat gerade erst angefangen ÖL zu verbrauchen, die Leute dort
Fangen an an Autos gefallen zu finden. Super 500 Millionen Autos für China bitte !
Und dann na ja Afrika muss noch kapitalisiert werden…….
Auf geht’s – Wie soll das gehen, ich hab keine Ahnung und ein sehr mulmiges Gefühl im Magen….