Zins-Verwirrung
Suchmaschinen im Web! Tolle Sache, eine Welt ohne sie – inzwischen unvorstellbar. Trotzdem liefern Google und Co manchmal etwas krude Ergebnisse. Oder was sollen wir davon halten, wenn bei „Yahoo Nachrichten“ auf die Anfrage „Leitzins“ folgender Sponsoren-Link ins Auge fällt:
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Na gut. Vielleicht findet sich ja ein Dummer, der sich mit weniger Zins aufs Tagesgeldkonto zufrieden gibt. Oder gibt’s da jetzt Ben Bernanke oder Jean-Claude Trichet im Ausverkauf?
Gibt es nicht. Weder beim Sponsoren-Link noch in der Zins-Realität.
Ben Bernanke lässt den Leitzins in den USA wie er ist (Dazu gibt es ein gutes Video beim „Wallstreet Journal“. Hallo, Kollege Ip!). Trichet hat erst neulich erhöht. Und in „exotischeren“ Ländern wie Australien, Neuseeland und Japan geht es auch nach oben. Die Notenbanker weltweit achten mit Argusaugen auf die Inflationsentwicklung.
Anleihen waren so in jüngster Zeit nur bedingt ein gutes Investment. Und scheinen teilweise immer noch überteuert.
Reicht es uns wirklich, für Schwellenländer-Anleihen nur einen Tick mehr Rendite zu bekommen als für Bundeswertpapiere. Verwunderlich beispielsweise auch, dass Mexiko- und Kolumbien-Bonds in heimischer Währung weniger abwerfen als Anleihen in Neuseeland- oder Austral-Dollar? Man staunt (und denkt an die vielen Spekulanten und Carry-Trader).
Klar, dass sich da viele Sparer auf Geldmarktfonds und Festgeld stürzen. Hier ist der Zins oft genauso gut wie bei langlaufenden Anleihen. Der Angebote gibt es viele und verlockende.
Blümel staunt, http://finanzen-blog.net, 29.06.07, Martin Blümel








