Urbanisierung

Die Städte wachsen. Weltweit. Und besonders in den Entwicklungsländern in Afrika und Asien. So steht’s im Weltbevölkerungsbericht der UNO. „Urbanisierung ist unausweichlich“, heißt es da. Wie finden wir denn das?

„Erschreckend“ sagen einige und verweisen auf die riesigen Slums, die an Städten wie Bombay und Sao Paulo kleben, wie Pilze und Flechten an einem Baum. Igitt! Das eine bringt Fäulnis, das andere Armut und Kriminalität.

Trotzdem treibt es die Menschen in die Stadt.

„Es ist die Aussicht auf wachsende Arbeitseinkommen“, sagt Paul Krugman, US-Starökonom und Vordenker in Sachen Wirtschaftsgeografie.

Die hohe Konzentration von Menschen und Kapital an einem Ort schafft eigene Werte: Transportkostenvorteile, Größen- und Spezialisierungsvorteile wirken wie Magneten auf Unternehmen. Je größer die Stadt, desto größer die Produktivität.

Richard Florida, US-Professor für politische Wissenschaften, hat den Beitrag der großen städtischen Regionen zur Weltwirtschaft untersucht. Sein Ergebnis: 20 Megaregionen mit insgesamt 660 Millionen Einwohnern (das sind zehn Prozent der Weltbevölkerung) sorgen für die Hälfte des Weltsozialprodukts, zwei Drittel der wirtschaftlichen Aktivitäten und drei Viertel aller Innovationen.

Da darf man schon staunen.

Und weil die Städte wachsen, nimmt der Bedarf an Infrastruktur zu. Ein Mega-Geschäftsfeld, in das man auch investieren kann, gerade wenn man auf dem Land wohnt und von den städtischen Vorteilen nichts mitbekommt. Denken Sie mal über den Invesco Asia Infrastructure nach. Meine Schwiegermutter in spe tut das schon – sie wohnt im Sauerland.

Blümel staunt, http://finanzen-blog.net, 28.06.07, Martin Blümel

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